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Aschau

Hintergrund

Im April 2007 veröffentlichte Herr Dr. Hartmut Baltin einen Artikel in der Gemeindezeitung, in dem er darüber informierte, dass der Vertrag für den Mobilfunksender auf der Residenz Winkler zum Ende des Jahres ausläuft. Da Herr Winkler den damals über 10 Jahre abgeschlossenen Vertrag nicht verlängern wolle, wäre zu erwarten, dass der Betreiber T-Mobil einen neuen Standort suchen würde. Schon als die ersten Sender im Gemeindegebiet aufgestellt wurden, hatte Herr Dr. Baltin auf die gesundheitlichen Gefahren dieser Technik aufmerksam gemacht. Es bildete sich nun eine Bürgerinitiative. In Flugblättern/ Postwurfsendungen informierten wir darüber, welche Konsequenzen es haben kann, wenn jemand sein Grundstück für die Aufstellung eines Mobilfunkmasten zur Verfügung stellt, und machten auf die Gefahren der UMTS-Technik aufmerksam. Am 11. Juli 2007 fand im Chalet ein Vortrag mit Frau Dr. Christine Pfaller aus Aschau und Professor Klaus Buchner, TU München, statt. Der Vortrag war sehr gut besucht und zeigte, dass das Thema bei den Bürgern auf ein reges Interesse stößt.

Ziele

Ziel unserer Bürgerinitiative ist, über die Gefahren und Risiken der Mobilfunkstrahlung aufzuklären. Wir wollen erreichen, dass die Strahlungsbelastung auf ein minimal notwendiges Maß beschränkt wird. Eine Aufstellung von weiteren Sendern im Gemeindegebiet möchten wir möglichst verhindern. In den nächsten Jahren soll überall die neue UMTS-Technik eingeführt werden. Sie ist gesundheitlich noch bedenklicher als der bisherige GSM-Standard, und es müssen dafür zahlreiche neue Sender aufgestellt werden, da die Reichweite von UMTS kleiner ist. In Aschau ist die Einführung von UMTS laut Auskunft der Betreiber vorläufig nicht geplant. Da die Gemeinde in einem guten Kontakt zu den Betreibern steht, ist zu hoffen, dass wir rechtzeitig erfahren, wenn weitere Sender geplant sind und dann entsprechende Schritte unternehmen können. Nach der neusten Rechtsprechung (siehe Homepage Strahlungsarmer Chiemgau unter „Aktuelles“) wird den Gemeinden zugestanden, dass sie bei der Aufstellung von Mobilfunkanlagen eine eigene Vorsorgeplanung zum Gesundheitsschutz betreiben können. Es wäre wünschenswert, dass dies in unserer Gemeinde auch umgesetzt wird.

Aktueller Stand

Seit dem 10.10.2008 ist der D1-Sender auf dem Schloss Hohenaschau in Betrieb. Nachdem der Mobilfunksender am Kirchberg im Januar mit Ablauf des Vertrages abgeschaltet wurde, hatte sich die Gemeinde mit dem Betreiber T-Mobile auf das Schloss als neuen Standort geeinigt. Dort befinden sich bereits Sender von Vodafone (D2) und O2. Da sich der Vertragsabschluss und die Inbetriebnahme des Senders aus verschiedenen Gründen verzögerten, wurde übergangsweise ein Sender auf dem Telekom-Gelände hinter dem Rot-Kreuz-Heim aufgestellt. Andernfalls hätte es überhaupt keinen D1-Empfang mehr im Gemeindegebiet gegeben – nach Auskunft der Firma T-Mobile werden aber täglich rund 10.000 Gespräche über das D1-Netz geführt. Dies zeigt wieder, dass die Aufstellung von Mobilfunksender auch davon abhängt, ob und wie viel mit dem Handy telefoniert wird. Wenn das Netz kaum genutzt wird, lohnt es sich für die Betreiber auch finanziell nicht, neue Masten aufzustellen. Es kann also letztlich jeder selbst dazu beitragen, ob das Netz weiter ausgebaut wird und z. B. Technologien wie UMTS eingeführt werden.

Standorte

Standorte der Mobilfunksender in Aschau:
(laut Standortbescheinigung vom Landratsamt Rosenheim)

Standort Betreiber seit
Schloss Hohenaschau T Mobil 10.10.2008
Schloss Hohenaschau Vodafone D2 19.09.1996
Schloss Hohenaschau O2 20.04.2007
Schlechtenberg 7 a Eplus 28.12.1999
Sachrang/Dorfstr. 7 a T Mobil 08.10.1993
Sachrang/Schachenberg Vodafone 05.11.1997
Sachrang/Schachenberg Eplus 03.08.2004